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Versorgung von Patienten mit kolorektalen Tumorerkrankungen

Titel:     Psychoonkologische Versorgung von Patienten mit kolorektalen
Tumorerkrankungen im Einzugsgebiet des Tumorregisters München – Bedarf,
Versorgungsangebote und Inanspruchnahme. Eine Studie des Tumorzentrums Mün-chen in Kooperation mit dem Tumorregister München.
Projektleiter:    Prof. Dr. Peter Herschbach, Dr. Pia Heußner
Mitarbeiter:    Dipl.-Psych. Anna Beraldi, Dipl.-Psych. Ene Kukk
Kooperationspartner:
Psycho-Onkologie der Medizinischen Klinik III,
Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München, Marchioninistr. 15, 81377 München, Deutschland,
Tumorregister München
Laufzeit:     15.01.2008 – 31.12.2010  (3 Jahre)


Die Frage, ob das Angebot an psychosozialer Unterstützung für Krebspatienten, den Bedarf deckt, ist seit langem zentraler Gegenstand psychoonkologischer Forschung in Deutschland.
Insbesondere in der Akutversorgung und der Nachsorgephase wird die psychoonkologische Betreuung weder örtlich noch zeitlich flächendeckend angeboten und bleibt häufig auf die Kliniken der Maximalversorgung und auf Ballungsräume beschränkt. Der zentrale Nachteil aller bisherigen Studien ist der Mangel an Reprä¬sentativität (die meisten Studien rekrutieren Patienten aus Behandlungseinrichtungen, was zur Folge hat, dass Krebspatienten, die zum Zeitpunkt der Studien in keiner institutionellen Behandlung sind, systematisch entfallen). Die Zusammenarbeit mit dem Tumorregister München (TRM) bietet die Möglichkeit, diesen Mangel zu beheben.
Primäres Studienziel ist es herauszufinden, ob das Angebot psychosozialer Unter-stützungsmöglichkeiten (Beratungsstellen, Psychotherapeuten, Selbsthilfegruppen etc.) im Einzugsgebiet des Tumorzentrums München, den Bedarf der Patienten mit kolorektalen Karzinomen deckt.
Sekundäres Ziel ist die Untersuchung der Frage, von welchen Faktoren die Belastung, der Betreuungsbedarf und die Akzeptanz von Angeboten bei den Patienten abhängen. Dabei werden regional-geografische, demografische und medizinische objektive Faktoren berücksichtigt sowie das Ausmaß subjektiver Belastung.
Weiterer Nutzen besteht in der Informationsvermittlung über psychosoziale Unterstützungsmöglichkeiten in der Region. Zu diesem Zweck wird eine auf einer Internet-Recherche basierende Sammlung von Versorgungsangeboten erstellt.

Förderung durch: Tumorzentrum München