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Die Funktion des Entlassungsberichts für die psychosoziale Betreuung von Tumorpatienten

Titel: Die Funktion des Entlassungsberichts für die psychosoziale Betreuung von Tumorpatienten an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung
Projektleiter: - Prof. Dr. Peter Herschbach, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Sektion Psychosoziale Onkologie, der TU München
- Prof. Dr. Reinhold Schwarz, Institut für Arbeits- und Sozialmedizin, Selbständige Abteilung Sozialmedizin der Universität Leipzig
Mitarbeiter: - Katrin Book MSc, München
- Dipl. Psych. Frau Stuhr, Leipzig
Kooperationspartner: - Prof. J. E. Gschwend, OA PD Dr. U. Treiber, Urologische Klinik und Poliklinik, Technische Universität München
- Prof. C. Chaussy, OA Dr. H.-J. Kiel, Klinik für Urologie, Klinikum Harlaching, München
- Prof. Dr. med. Jens-Uwe Stolzenburg, Klinik und Poliklinik für Urologie am Universitätsklinikum Leipzig
Laufzeit: 01.08.2007 - 31.7.2010 (3 Jahre)

 

Die Behandlung von Krebserkrankungen ist mit einer sektorenübergreifenden Inanspruchnahme von Leistungserbringern verbunden. Ein zentrales Kommunikationsmedium an den Schnittstellen der Versorgung ist der Entlassungsbericht des Krankenhausarztes an den niedergelassenen Arzt. In diesem Entlassungsbericht wird das psychosoziale Befinden des Patienten in der Regel nicht erwähnt. Dadurch ist die Weiterbehandlung der Patienten bzgl. der psychosozialen Aspekte unterbrochen. Im Mittelpunkt dieses Forschungsprojektes steht daher die Frage, ob sich die Versorgungsqualität durch die systematische Ergänzung der stationären Entlassungsberichte um einen psychoonkologischen Befund optimieren lässt.

Die Intervention sieht vor, dass die behandelnden Ärzte bzw. Psychologen urologische Tumorpatienten vor der Entlassung bzgl. ihrer psychosozialen Belastung einschätzen (Kurzform der Psychoonkologischen Badisdokumentation auf der Basis eines standardisierten Kurzinterviews, Herschbach et al. 2007) und das Ergebnis in Form standardisierter Textbausteine in den Entlassungsbericht einfügen. Im weiteren Verlauf werden die Adressaten der Berichte (niedergelassene Hausärzte/Urologen) darüber befragt, ob sie den „Psychoonkologischen Befund“ als hilfreich für das Gespräch und die weitere Behandlung empfanden. Der Patient selbst beantwortet einen Fragebogen mit Fragen zum Gespräch mit seinem Urologen, zur Lebensqualität und zur Patientenzufriedenheit. Diese Intervention wird in den kooperierenden Kliniken verglichen mit der „Wirkung“ des herkömmlichen Entlassungsberichtes (ohne psychoonkologischen Befund).

Gefördert durch die Deutsche Krebshilfe, Förderschwerpunkt "Psychosoziale Onkologie"