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Krankheitsannahmen und Ursachenüberzeugungen bei multisomatoformen Schmerzpatienten

Titel: Krankheitsannahmen und Ursachenüberzeugungen bei multisomatoformen Schmerzpatienten

Projektleiter: Marie Schneller, Dipl.-Psych. Heribert Sattel, Univ.-Prof. Dr. med. Peter Henningsen

Laufzeit: 2019

Beschreibung: Individuelle Krankheitsannahmen bzw. subjektive Krankheitskonzepte stellen mentale Modelle einer Beschwerdekonstellation dar und beinhalten verschiedene Faktoren wie Krankheitsursachen, Schwere, Zeitverlauf und Beeinflussbarkeit der Erkrankung und die aufgrund der Krankheit zu erwartenden Konsequenzen. Die Vorstellungen des Patienten zu den Ursachen einer Erkrankung werden Kausal- oder Symptomattributionen oder auch Ursachenüberzeugungen genannt. Die Krankheitsannahmen eines Patienten weichen häufig von den Annahmen der Behandler ab. Auch können verschiedene Personen mit derselben Erkrankung völlig unterschiedliche Krankheitskonzepte entwickeln.
Die Studie analysiert Angaben von 211 Patienten, die in einer großen multizentrischen Studie zur Wirksamkeit von psychodynamisch-interpersoneller Psychotherapie ("Psychosomatische Intervention bei Patienten mit multisomatoformer Störung", PISO) vor und nach der Behandlung sowie nach 1 Jahr untersucht wurden. Hierbei interessiert insbesondere, ob sich Usachenüberzeugungen im Verlauf ändern und welche Bedeutung diese für den Therapieerfolg haben.