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Intra- und Interpersonelle Emotionsregulation in Patienten mit somatoformer Schmerzstörung

Mitarbeiter: Z. E. Okur (TU München), Prof. Dr. P. Henningsen (TU München), O. Pollatos (Universität Ulm), H. Sattel (Universitätsklinikum Heidelberg)

Die somatoforme Schmerzstörung ist gekennzeichnet durch einen andauernden, schweren und quälenden Schmerz, der nicht durch biomedizinische oder physische Ursachen erklärt werden kann. Psychologische Faktoren beeinflussen dabei die Entwicklung, den Verlauf und die Behandlung der Schmerzstörung.

Bisherige Studien haben gezeigt, dass Entwicklung und Verlauf somatoformer Störungen mit einer Beeinträchtigung der Fähigkeit assoziiert sind, Emotionen angemessen zu regulieren, Emotionsregulation beschreibt eine Änderung in der Dynamik oder in der Art, Dauer, Intensität, dem Erleben von Emotionen sowie von Affekthandlungen. Obwohl diverse Studien Schwierigkeiten in der Emotionsregulation bei Patienten mit somatoformem Schmerz berichten, sind die beteiligten relevanten Mechanismen der Emotionsregulation als Beitrag zum somatoformen Schmerz noch nicht hinreichend definiert.

Für die Psychosomatik bedeutsam ist der Ansatz des Projekts, dass Emotionen stets verkörpert sind und der Körper somit als Medium der Emotionsverarbeitung dient. Die Ziele des Projekts sind:

  1. Die Entwicklung eines Modells zum Zusammenhang von somatoformem Schmerz und Prozessen der Emotionsregulation. Intersubjektivität wird hier eingeführt, indem die Interaktion von Schmerzpatienten mit ihren Angehörigen untersucht wird.
  2. Das Herausstellen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten in Prozessen der Emotionsregulation von somatoformen Schmerzpatienten und Schmerzpatienten mit organisch erklärtem Schmerz.
  3. Ein Vergleich der Wirksamkeit verschiedener Strategien zur Emotionsregulation.