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Disorders and Coherence of the Embodied Self

Titel: Disorders and Coherence of the Embodied Self (Störungen und Einheit des verkörperten Selbst) (DISCOS)

Projektleiter: Forschungskoordinator Prof. Dr. Dr. T. Fuchs ; Trainingskoordinator Prof. Dr. P. Henningsen

Mitarbeiter: Prof. Dr. M. Sack, H. Sattel, Dr. L. Lees; A. Lopez-Rolon

Kooperationspartner:
Prof. Thomas Fuchs, Psychiatrische Klinik, Universität Heidelberg;
Prof. Vittorio Gallese, Università degli Studi di Parma;
Prof. Yves Rosetti, Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale (INSERM), Lyon;
Prof. Steven Laureys, Coma Science Group, University of Liège;
Prof. Thomas Metzinger, Johannes Gutenberg-Universität Mainz,
Prof. Dan Zahavi, Center for Subjectivity Research, University of Copenhagen;
Prof. Gyorgy Gergely, Institute for Psychological Research of the Hungarian Academy of Sciences, Budapest;
Prof. Peter Fonagy, Anna Freud Centre, London;
Dr. Wulf Bertram, Schattauer Publishers GmbH, Stuttgart

Laufzeit: 2007-2011 (4 Jahre)

Beschreibung:
DISCOS (Disorders of Coherence of the Embodied Self) zielt darauf ab, die Fundamente der menschlichen Persönlichkeit und deren krankhafte Störungen interdisziplinär zu erforschen. Durch die Integration von Disziplinen, den Austausch von Forschern und dem Aufbau eines Forums gemeinsamer Erkenntnisse können Beschränkungen der einzelnen Ansätze überwunden werden. Natur- und geisteswissenschaftliche Perspektiven sollen zu ganzheitlichen Erkenntnissen verschmolzen werden, die zu einem tieferen Verständnis und zu einer besseren Behandlung von seelischen Krankheiten beitragen.
Die EU wird dieses multinationale Forschungsprojekt in den nächsten vier Jahren fördern, in dem sich unter Führung der Universität Heidelberg (Psychiatrie) und der TU München (Psychosomatik) weitere 7 europäische Fakultäten aus sechs Ländern zusammengeschlossen haben: Mainz (Philosophie), Kopenhagen (Psychologie, Psychopathologie), Budapest und London (Entwicklungspsychologie), Lüttich, Lyon und Parma (Neurowissenschaften). Als einzige außeruniversitäre Institution ist Schattauer für die kontinuierliche Kommunikation unter den Forschungsinstitutionen und die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.
Das DISCOS-Netzwerk hat sich für die kommenden Jahre drei übergreifende Ziele gesteckt:
1. Integrierte Wissenschaft: Erstmals sollen empirische und theoretische Forschungsergebnisse zu einem mehrschichtigen, dynamischen Modell des menschlichen Selbst und seiner Störungen verschmolzen werden.
2. Kommunikation: Damit diese Ergebnisse nicht nur in der Fachwelt zum Tragen kommen, sollen einerseits diagnostisch-therapeutische Leitlinien für die Medizin, anderseits verständliche Informationen für die allgemeine Öffentlichkeit vermittelt werden. Dazu soll insbesondere die Kooperation mit dem Schattauer-Verlag in Stuttgart beitragen, der an dem Netzwerk mitbeteiligt ist.
3. Fächerübergreifendes Ausbildungsprogramm: Ein gemeinsames Curriculum und Gastaufenthalte junger Wissenschaftler an anderen Standorten sollen dazu beitragen, die Zersplitterung der Erforschung des Selbstbewusstseins zu überwinden.

Gefördert durch: Europäische Gemeinschaft, Marie Curie Research Training Networks (RTN), Sixth EU Framework Programme
 

Literatur:

Fuchs, T., Sattel, H. & Henningsen, P. (Hrsg.), (2010). The Embodied Self. Dimensions, Coherence and Disorders. Stuttgart: Schattauer.